Oberbayerische Meisterschaft 2002 in Ampfing.
 
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Bericht vom 19.01.02   --> Download (pdf-Datei)
 

Oberbayerische Meisterschaften 2002 in Ampfing
Veranstalter: Bayerischer Karate Bund - Bezirk Oberbayern
Ausrichter: TSV Ampfing - Karateabteilung
Autor: Michael Schölz, Medienreferent der BKJ im BKB e.V.

Generationentreffen in Ampfing

 
Ampfing - Nach dem Generationenwechsel an der Spitze des Bezirkes Oberbayern im Bayerischen Karate Bund war es wieder soweit, die ersten oberbayerischen Meisterschaften fanden dieses Jahr in Ampfing statt, dieses mal mit einer neuen Klassenzusammenstellung. Es traten sowohl die Altersklasse der Kinder, als auch die der Senioren an, um die zwei Termine der oberbayerischen Meisterschaften personell zu entzerren. Und noch eine Neuerung wurde eingeführt, um den älteren Karatebetreibenden gerecht zu werden. Dieses Jahr fand zum ersten Mal ein Senioren-Cup für die Altersklassen ab 30 Jahren und ab 40 Jahren statt. Er wurde zwar nicht allzu gut besucht, stellt aber eine hervorragende Möglichkeit dar, in entspannter Atmosphäre zusammen neue Erfahrungen zu sammeln und alte Erfahrungen zu pflegen. Dass jeder, der hier antrat, tolle Leistungen ablieferte, egal ob er oder sie gewann oder nicht, war offensichtlich. Entsprechend fiel der Beifall der Zuschauer aus, es herrschte eine heitere, aber konzentrierte Stimmung. Diese entspannte Atmosphäre wurde aber auch durch die unterschiedliche Zusammensetzung der Teilnehmer gefördert - es trafen mehrere Generationen aufeinander, die Kinder wurden zuvor oft von den Erwachsenen betreut, die auch selber später starten mussten. Und so entwickelte sich ein reger Erfahrungsaustausch - Lerneffekt eingeschlossen. 
 
Der Karateverein Ampfing, der gerade erst sein einjähriges Bestehen feierte und mit diesem Ereignis sein Jubiläum feierte, hatte mit etwa 250 Starts keine kleine Meisterschaft auszurichten, doch Dank des Vereinsvorsitzenden des TSV Ampfing und des Abteilungsleiters Karate, Adnan Akgün, war in der neuen Dreifachturnhalle der Hauptschule alles perfekt organisiert. Neben Musik, Verpflegung und guter Wettkampfflächenorganisation mangelte es auch nicht an Prominenz. Der 1. Bürgermeister von Ampfing, Herr Ottmar Wimmer, liess es sich nicht nehmen und begleitete die Meisterschaften fast den ganzen Tag und führte die Siegerehrung der Kinder selber durch.
 
Die Kinderdisziplinen, die am Vormittag stattfanden, zeichneten sich durch „fair play“ und so gut wie keinen Verletzungen aus. Hier leisteten die Vereine inzwischen gerade im Kumitebereich sehr gute Arbeit. Auf Grund der guten Planung des neuen Bezirksvorsitzenden von Oberbayern, Stefan Borgs, konnten die umfangreichen Kinderdisziplinen pünktlich abgeschlossen werden, so daß noch genügend Raum für die Ehrung des alten Bezirksvorstandes blieb. Geza Abraham, ehemaliger Bezirkssportwart, Peter Landgraf, langjähriger Bezirksvorsitzender und Irmgard Borgs, vormals Bezirksjugendwartin, erledigten Ihr Ehrenamt gewissenhaft und über viele Jahre hinweg. Ihnen dankte der neue Vorstand und die Anwesenden Sportler durch langen Applaus und einem kleinen Präsent ausdrücklich.
 
Am Nachmittag konnten die Seniorendisziplinen aufgerufen werden. Die Teilnehmerzahl hielt sich auch dieses Jahr in Grenzen, jedoch wurde gegenüber dem Vorjahr und trotz des frühen Termins keine Veränderung gegenüber dem Vorjahr merklich. Dennoch muss viel getan werden, um die Begeisterung für den Wettkampf und in Vereinen schlummernde Potentiale zu wecken. Die Katadisziplin (Formenlauf) hielten bei den Männern eine Überraschung bereit. Udo Friedl (MTSV Schwabing) konnte den Vorjahressieger Philip Takano (SpVgg Höhenkirchen) auf Rand zwei verweisen. Grund dafür waren wohl weniger technische Aspekte, Friedl glänzte durch eine sehr starke und ausdrucksvolle Kata, die dadurch Kampfgeist und Reife spüren liess und dadurch die Kampfrichter beeindruckte. 
 
Bei den Damen dagegen gewann wie letztes Jahr klar und deutlich die Favoritin Corinna Leopold (TSV Erding) mit einer sauberen und kämpferischen Form, überraschenderweise gefolgt von Michaela Walzuch (TSV Grasbrunn-Neukeferloh) die eher in Kumite (Kampf mit Verzicht auf Trefferwirkung) zu den Favoriten zählte, aber auch ihre Qualitäten in Kata so unter Beweis stellte. Mit einer Goldmedaille und einer Bronzemedaille im Kumite Einzel war sie die erfolgreichste Allrounderin dieser Meisterschaft. Das Kumite wurde wie in den Jahren zuvor von einigen wenigen Vereinen besetzt, zu ihnen gehören der TSV Ingolstadt, das Karate Dojo Traunstein und der TSV Trostberg. Hier gab es hervorragende Kämpfe die durchaus das Niveau von bayerischen oder deutschen Meisterschaften vorweisen konnten. Man darf auf die "Bayerischen" gespannt sein!
 
Autor: Michael Schölz