Oberbayerische Meisterschaft 2003 am 15. und 16. Februar in Manching
 
 
Veranstalter: Bayerischer Karate Bund - Bezirk Oberbayern
Ausrichter: SG Manching e.V.
Autor:
Herbert Hass, Medienteam
 
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Bericht vom 16.02.2003

 
Kinder im Kumite, die einen mögen es die anderen mögen es nicht so sehr. Schön ist es jedoch wenn sie auf der Matte stehen und Disziplin, Höflichkeit und Respekt, kurzum fairen Sportsgeist zeigen. Und eigentlich meinen sie es doch gar nicht so ernst, na ja die Jungs vielleicht schon. Bei Kata hingegen schauen wir durchweg gerne zu, wie sie ernsthaft bemüht sind ihr bestes zu geben. Und alle die schon mal in Kata gestartet sind, wissen wie nervös man da sein kann. Ob in erster Runde ausgeschieden oder erster Platz, die „kleinen“ verdienen in jedem Fall Respekt und Anerkennung. Und wenn sie dann noch, vor Stolz und Freude fast „platzend“ ihre Pokale präsentieren kann man nicht anders als sich mit ihnen zu freuen. Ganz nebenbei finde ich die Idee Kinder und Senioren am gleichen Tag antreten zu lassen auch noch richtig herzerfrischend.  Jedoch konnten leider nicht alle Erwachsenen Teilnehmer das Finale der Kinder verfolgen. Denn die Kinder fackelten nicht lange und wurden eher frühzeitig fertig, inclusive Siegerehrung.
 
Tja, und dann waren auch schon die Kata-Athleten der Senioren gefragt. Was? Bin schon dran? Ich, Shiro? Blauen Grütel? Hab’ ich. Jetzt noch die Kamera weglegen und rauf auf die Matte. Igitt, die fühlt sich nicht gut an, mache Seienchin, wackele, böse Matte, und bin raus (Schluchzzz!). Ja, ja die Matte war’s.......  Also wieder rann an die Aufgaben eines Medienrefrenten.
 
In Pool A schlägt sich Fritz Oblinger ganz gut. Daisuke Watanabe, Matthäus Sedlazek und Daniel Nikmond sind auch gut beschäftigt. So gut das letzte beiden sogar zweimal gegeneinander antreten. Wie das geht? Ja, wer weiß das? Beim Schriftführer nicht aufgefallen, den Kampfrichtern nicht aufgefallen und die Athleten haben sich gewundert, aber brav gemacht. So „durfte“ Daniel eine Kata mehr machen. Aber da er auch in AK 30 und bei Kata Mannschaft startete, fiel eine Kata mehr oder weniger kaum noch ins Gewicht. Derart auf Betriebstemperatur gebracht war er dann auch im Finale erfolgreich. In welchem? In allen! Senioren, AK 30 und Mannschaft. Hier gewann der TSV Erding mit Empi klar gegen Fürstenfeldbruck mit Sochin.
 
Bei den Damen, von mir diesmal weniger beobachtet (wieso eigentlich??), zeigte Corinna Leopold gewohnt gute Leistung. Ebenso Klara Dielmann die mit Unsu das Finale für sich entscheiden konnte.
 
Bei den Altersklassen AK 30 gewann Heike Meier und bei AK 40 Ulrike Wohlleben. Mehr kann ich dazu nicht schreiben, hab‘ nichts gesehen, stand selber auf der Matte. Paiku, eine Kata aus dem Ryuei Ryu (ebenso wie Anan), die in den 70er Jahren in einige Shito-Ryu Schulen aufgenommen wurde. Die Matte hat diesmal nichts dagegen und am Tisch darf ich den Namen buchstabieren. Im Finale hat’s schließlich mit Chatanyara Kushanku etwas länger gedauert (82 Bewegungen). Aber wenn man den ganzen Tag steht, redet, fotografiert freut man sich ja über etwas Bewegung. Na ja, über Platz 1 auch.
 
Erfreulich viele Teilnehmer gab es diesmal bei den Altersklassen, aber da passen noch mehr hinein. Und es sei hier noch einmal erwähnt das es allen sehr viel Spaß gemacht hat.
 
Im Kumite gab es bei den Senioren oft dynamisch schnelle und bei den Altersklassen, speziell bei AK 30, kraftvolle Kämpfe  zu sehen. Besonders Ingolstadt-Nord scheint sehr viel Spaß am Kämpfen zu haben und wohl auch sehr viel Platz für Pokale. Zumindest brauchen sie den, immerhin duldeten sie in der Allkategorie keine Vereinsfremden Kämpfer auf den Rängen. In dem Sinne fast schon ein „Freundschaftskampf“. Allerdings waren auch die übrigen Kämpfe durchweg von Fairneß und Sportsgeist geprägt. So schoß Valon Gashi in seinem Final Kampf einen fantastischen Yoko-Geri ab, traf seinen Gegner jedoch so hart unterm Kinn, das dieser quasi von den Füßen gerissen wurde.  Wäre er nun liegengeblieben hätte das wohl jeder verstanden. Tatsächlich kämpfte er jedoch, nach eingehender Untersuchung durch Doc Pfister, weiter. Ein spannender Kampf in dem Gashi zwar deutlich mehr Punkte holte, aber auch nicht zimperlich war und etwas öfter verwarnt wurde. Trotzdem schienen die beiden Kämpfer sich am Ende noch zu mögen.
 
So jetzt noch ein großes Lob an alle Organisatoren, Ausrichter und dem Verpflegungsteam (Kaffee, Kuchen, Leberkäääässss). Könnten wir nicht nächstes Wochenende noch einmal.......???
 
Autor: Herbert Hass